Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR)

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Sprechen Humanmediziner von einem >Trauma<, meinen sie eine Fraktur. Ein psychisches Trauma kommt diesem Bildnis gleich, denn die Seele verbannt (verdrängt) ein überdimensional schlimmes Erlebnis – eins also, das zum Zeitpunkt seines Geschehens über ihrer Verkraftbarkeitsgrenze liegt, zu ihrem eigenen Schutz in das Unbewusste. Durch diesen >Trick< sichert die Seele sich und ihrem Träger einerseits das Überleben – andererseits reißt das Trauma eine Leerstelle in die Identität des Betroffenen. Mit schwerwiegenden Folgen für seinen Alltag, die bis zur völligen Lebensuntauglichkeit gereichen können. Gleichzeitig zerrt und quält das Trauma von unterhalb der Bewusstseinsgrenze und zwar so lang, bis es tatsächlich vollständig wieder in das Bewusstsein integriert ist. Durchschnittlich ein Mal pro Tag gleitet der Mensch sanft und langsam in sein Unterbewusstsein. Dieser Prozess geschieht beim Schlafengehen und wird durch die sog. Rapid-Eye-Movementphase gekennzeichnet. Die EMDR-Therapie nutzt genau diesen Modus, um mit dem verdrängten Trauma in Kontakt zu kommen und es anschließend sanft aufzulösen. EMDR wurde bei schwerst traumatisierten Vietnamkriegveteranen in den USA  angewandt und wird seither weltweit mit großem Erfolg praktiziert.


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